Artibus et Historiae

Gegen Ende der Siebzigerjahre des vergangenen Jahrhunderts wurde die Idee geboren, eine neue Kunstzeitschrift ins Leben zu rufen. Nach dem Internationalen Kongress für Kunstgeschichte (CIHA) in Bologna im Jahre 1979 wurde diese Idee auf Initiative von Józef Grabski von einer Gruppe von Kunsthistorikern umgesetzt und in Venedig das Verlagshaus IRSA (IRSA Publishing House) gegründet. Die erste Ausgabe der Zeitschrift Artibus et Historiae erschien im Jahre 1980.

Der Titel unserer Zeitschrift, Artibus et Historiae, lässt sich aus den privaten Erfahrungen ihres Gründers und Chefredakteurs, Dr. Józef Grabski ableiten.  ARTIBUS (DEN KÜNSTEN) – ist der Wortlaut der Inschrift auf der Fassade des Warschauer Museums Zachęta (Towarzystwo Zachęty Sztuk Pięknych, gegr. 1860), eines hoch geschätzten und prestigeträchtigen „Ausstellungssalons“ der polnischen Hauptstadt, Dr. Grabskis Heimatstadt. Der zweite Teil des Titels, ET HISTORIAE, (UND DER GESCHICHTE) ist eine Verbeugung vor Frau Professor Karolina Lanckorońska (1898-2002), einer herausragenden Kunsthistorikerin und Herausgeberin von historischen Quellenstudien zur Geschichte Polens, welche im Rahmen des von ihr in Rom ins Leben gerufenen Institutum Historicum Polonicum erarbeitet wurden. Es ist zugleich auch ein Dank an Frau Professor Lanckorońska  und an die Stiftung, die den Namen ihrer Familie trägt und unter deren Fittichen Dr. Grabski viele Jahre verbracht und mit der zunächst er und in weiterer Folge auch IRSA zusammengearbeitet haben.

Artibus et Historiae ist eine Zeitschrift, die Fragen der Kunstgeschichte in weitestem Sinne behandelt und vom Verlagshaus IRSA herausgegeben wird. Die reich illustrierten Artikel umfassen einen breiten Themenbereich einschließlich Film und Photographie, ebenso wie andere Kunstgattungen, die mit visuellen Ausdrucksformen verbunden sind. Unsere Zeitschrift fördert in besonderer Weise interdisziplinäre Forschungsarbeiten an der Kunst sowie an Fragestellungen aus dem Grenzbereich zwischen Kunst und anderen humanistischen Disziplinen wie Psychologie, Soziologie, Philosophie, Literatur und anderen. Auch die gegenseitigen Beziehungen zwischen verschiedenen Kunstbereichen – der Malerei, der Architektur, der Bildhauerei sowie der Ikonographie – stellen für uns ein wichtiges Forschungsthema dar. Auch Arbeiten, die vom methodologischen Standpunkt aus unkonventionell erscheinen und zugleich neue und wissenschaftlich fundierte Ideen einbringen, finden bei uns ihren Platz, um sich entsprechend artikulieren zu können.

Damit wollen wir kunsthistorische Forschungsarbeiten, die mittels traditioneller Methoden durchgeführt werden, in keiner Weise aus unserem Spektrum ausschließen, im Gegenteil, die Kunstgeschichte soll als akademische Disziplin Grundlage und Bezugspunkt für die in unseren Publikationen veröffentlichten Arbeiten bleiben.

Artibus et Historiae erscheint zwei Mal jährlich, wobei die einzelnen Artikel in einer von vier Sprachen abgedruckt werden: in englisch, deutsch, französisch oder italienisch, je nach der Nationalität des Autors (oder auch nach dem im Artikel behandelten Thema). Das Profil der Zeitschrift wird von einem beratenden Wissenschaftlichen Ausschuss vorgegeben, der sich aus bedeutenden Kunsthistorikern aus der ganzen Welt zusammensetzt und auch die Arbeit der Redaktion beaufsichtigt.

Als wissenschaftliche Zeitschrift aus dem Bereich der Kunstgeschichte ist Artibus et Historiae strengsten Rezensionsverfahren unterworfen, wird in der Bibliography of the History of Art (BHA), im European Reference Index for the Humanities (ERIH) unter der höchsten Kategorie INT1 sowie in den Services.Arts and Humanities Citation Index® i Current Contents®/Arts & Humanities der anerkannten Zeitschriftendatenbank Thomson Reuters Web of Science geführt. Artibus et Historiae befindet sich auch auf der Liste der vom Polnischen Ministerium für Wissenschaft und Hochschulwesen mit entsprechenden Qualitätspunkten (20 Punkte) bewerteten Zeitschriften.

Umfassendere Arbeiten, die in Hinblick auf ihren Umfang nicht in der Zeitschrift erscheinen konnten, wurden in der zehnbändigen Serie Bibliotheca Artibus et Historiae veröffentlicht (siehe "ANDERE PUBLIKATIONEN").